Sehenswürdigkeit in Kalutara: Buddhistischer Temple Bodhiya

Der große Buddhistische Tempel in Kalutara befindet sich an der Hauptstraße von Colombo nach Galle (Colombo-Galle Main Road). Die Tempelanlage wird durch die Hauptstraße geteilt.

Östlicher Bereich der Tempelanlage

Tempel Kalutara Stupa innen Vorschau
Tempel Kalutara: Stupa innen

Auf der östlichen Seite befindet sich die ca 150 Jahre alte Stupa. Im Gegensatz zu einigen anderen Stupas ist diese begehbar und laut Angaben Einheimischer sogar die größte begehbare Stupa Sri Lankas. Es handelt sich dabei um eine große, weiß Kuppel, in der gebetet und meditiert wird. Um zur Stupa zu kommen, sollte man am Eingang eine Spende zahlen. Dafür gibt es direkt am Eingang auf der rechten Seite ein Büro. Man erhält sogar eine Spendenquittung. Auch wenn das Spenden freiwillig ist, wird man vom Sicherheitspersonal angesprochen, wenn man ohne Spende das Gelände betritt.

Spendenquittung des Bodhiya
Spendenquittung des Bodhiya

Am Eingang oder spätestens beim Betreten der Stupa müssen Schuhe ausgezogen werden. Zur Stupa läuft man zunächst ein paar Stufen auf eine obere Ebene. Von dort kann man die Stupa betreten. Um zum Gebetssaal zu kommen, geht man noch einmal einige Stufen nach oben. Von dort hat man dann auch einen recht weiten Blick über den Fluss. An der Wand der Stupa sind rundum kleine Gemälde zu sehen, die den Weg zu Buddhas Erleuchtung und seine vorherigen Leben zeigen. Insgesamt sind auf der gesamten Anlage viele liebevolle und schmuckvolle Details zu sehen. In der Stupa und an anderen Stellen auf dem Gelände sind gelbe Boxen aufgestellt. Auch hier kann für die Verwaltung der Anlage und arme Menschen gespendet werden. Rund um die Stupa halten sich Einheimische auch länger auf und veranstalten hin und wieder Picknicks. Insgesamt ist der östliche Teil aber eher für Ruhe angedacht.

Westlicher Bereich der Tempelanlage

Buddha auf der Tempelanlage in Kalutara
Buddha auf der westlichen Tempelanlage

Lebensbäume gelten als heilig und so werden alle Orte mit Lebensbäumen zur Gebetsstelle. Die Bäume befinden sich auf beiden Seiten der Hauptstraße. Rundum die Bäume wird geräuchert und für Gesundheit von Freunden und Familie gebetet. Das Entzünden von Flammen in kleinen Schalen soll das Leben ebenso hell erleuchten lassen, wie die Flammen brennen. Ebenso wurde mir erklärt, dass die Blumen aufgrund ihres Dufts dargebracht werden und der angenehme Duft so das eigene Leben und das Leben geliebter Menschen begleiten soll. Aus gleichem Grund – wegen des Dufts – werden Räucherstäbchen angezündet. Im Vordergrund steht beim Beten zu Buddha immer, Gutes zu tun. Dies ist aber eine Erklärung eines Einheimischen. Möglicherweise erhält man von einem anderen eine abweichende Antwort.

Es wurde überliefert, dass Buddha unter einem Lebensbaum geboren wurde und auch dort durch Meditation Erleuchtung fand. An der Straße werden Blumen verkauft, die dann vor einer Buddha-Statue als Gabe abgelegt werden können.

Betritt man die Tempelanlage an der westlichen Seite der Straße, können die Schuhe auf dem Gehweg oder am Eingang abgestellt werden. Es gibt aber links vom Eingang auch eine Art Garderobe. Auch dort gibt man eine kleine Spende für diese Dienstleistung ab. Schilder mit „Donations are accepted here“ können durchaus als Spendenaufforderung verstanden werden. Auf dieser Seite der Straße gibt es ein kleine Gebetshäuser mit Buddha-Statuen, vor der immer viele Blumen liegen. Außerdem gibt es auch hier eine kleine Stupa, die jedoch nicht begehbar ist.

Der westliche und östliche Bereich sind durch eine Unterführung verbunden. Dafür muss man jedoch aus der Anlage heraustreten und dem Gehweg Richtung Brücke folgen.

geschnitzer Gabentisch im Tempel Kalutara
geschnitzer Gabentisch im Tempel Kalutara

Verhalten auf der Tempelanlage

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, die Schuhe vor dem Betreten auszuziehen. Außerdem darf man keine Kopfbedeckung tragen, keine körperliche Zuneigung zeigen wie Hände halten oder küssen. Generell sind Buddhas auf Kleidung oder als Tattoos verboten.

Außerdem ist es insbesondere für Frauen wichtig, dass die Knie und Schultern bedeckt sind. Große Ausschnitte sind auch nicht zu empfehlen. Hier sind die Vorschriften aber nicht so streng wie in größeren Tempelanlagen wie dem Zahntempel in Kandy.

Bilder sollten nie mit dem Rücken zu heiligen Objekten, vor allem nicht zu Buddha-Statuen gemacht werden. Es wird auch empfohlen, zu fragen, ob es ok ist, Bilder zu machen. Das gilt vor allem, wenn Personen dabei aufgenommen werden.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Kalutara

Wasserfälle/ Thudugala Ella

Richmond Castle

Januar 2019